Im Oktober 2020 trafen sich die Mitglieder des ParkinsonNet Luxembourg online, um ihre Zusammenarbeit auch in Zeiten der Pandemie fortzusetzen. Nach einer Reihe von monodisziplinären digitalen Treffen versammelten sich insgesamt 35 Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Orthophonisten sowie Neurologen, die an der Behandlung der Parkinson-Krankheit beteiligt sind, zum ersten Mal in einem Online-Format.

ParkinsonNet Luxembourg wurde vor fast drei Jahren gegründet, um Menschen mit Parkinson eine integrierte Versorgung zu bieten. Ein regelmäßiger gegenseitiger Erfahrungsaustausch ist daher für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen unerlässlich.

Nach einem Austausch über die jüngsten Aktivitäten und wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden kleinere interdisziplinäre Gruppen gebildet, in denen die Teilnehmer tiefgehender diskutieren konnten. Diese Gruppen wurden durch die geografische Lage des Arbeitsplatzes der einzelnen Gesundheitsdienstleister definiert, um die weitere Vernetzung zu erleichtern und die regionale Zusammenarbeit zu fördern. In diesem Sinne wurden in den Diskussionsrunden einzelne Fallbeispiele von Patienten, die ihre Einwilligung gegeben hatten, vorgestellt. Auf diese Weise erhielten die Therapeuten einen Einblick in die Arbeit ihrer Kollegen und lernen die wichtigsten Aspekte der anderen Disziplinen kennen.

„Insgesamt wurde die Veranstaltung von den Teilnehmern als sehr positiv und hilfreich empfunden“, berichtet Dr. Anne Kaysen, Projektmanagerin von ParkinsonNet Luxembourg. "Besonders die regionalen Diskussionsrunden wurden sehr begrüßt, da sie es ermöglichten, die Kollegen kennenzulernen und sich direkt über bestimmte Fälle auszutauschen."

So ist bereits Ende November eine Reihe regionaler Online-Meetings für den weiteren interdisziplinären Austausch in Planung.