Anfang Juli organisierte ParkinsonNet Luxembourg seine zweite multidisziplinäre Veranstaltung: ein Treffen, das medizinische Fachkräfte aus dem ganzen Land zusammenbrachte.

Neurologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden nahmen gemeinsam an dieser Schulung zur Parkinson-Krankheit teil. Das Ziel: Lernen, in einem multidisziplinären Team zu arbeiten, das die Krankheit aus verschiedenen Blickwinkeln angeht. Daher stand das Treffen unter dem Namen "Multidisziplinäres Team in Aktion!“.

Das 2017 gegründete ParkinsonNet Luxembourg zielt darauf ab, Menschen mit Parkinson die bestmögliche Versorgung zu bieten. Ein zentrales Element der Netzwerkaktivitäten ist daher die Schulung von medizinischen Fachkräften in Bezug auf die Besonderheiten und Behandlung der Krankheit sowie die Bedeutung multidisziplinärer Teamarbeit zu unterstreichen.

Die erste Sitzung konzentrierte sich auf die Befragung eines Parkinsonpatienten und die Identifizierung funktioneller Probleme. „Wenn die Neurologen und Therapeuten die Person in einem gemeinsamen Umfeld interviewen, können sie bestimmte funktionelle Probleme im täglichen Leben dieses Patienten erkennen. Dies bereitet die ParkinsonNet Luxembourg-Mitglieder darauf vor, als Team einen multidisziplinären Behandlungsplan für den Patienten aufzustellen“, erklärt Dr. Joëlle Fritz, Projektmanager von ParkinsonNet Luxembourg.

ParkinsonNet Luxembourg möchte die Interaktion zwischen den verschiedenen Gesundheitsberufen fördern und den Patienten in den Mittelpunkt der Versorgung stellen. Dieser Aspekt wurde in der interaktiven multidisziplinären Sitzung besonders berücksichtigt. Nach der ersten Sitzung, in der der Patient interviewt wurde, beschäftigte sich die zweite Sitzung mit der Entwicklung eines multidisziplinären Behandlungsplans. Da die Teilnehmer je nach Region in Gruppen eingeteilt waren, bot diese Sitzung auch eine hervorragende Gelegenheit zum Networking. „Ziel von ParkinsonNet ist es, nicht nur verschiedene Disziplinen aus dem ganzen Land zusammenzubringen, sondern auch die regionalen Netzwerke zu stärken“, erklärt Projektmanagerin Dr. Anne Kaysen.

Die multidisziplinäre Sitzung war ein Beispiel dafür, wie ParkinsonNet Luxembourg als integriertes Versorgungsnetzwerk funktioniert und zeigte, dass medizinische Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten können, um das Leben von Menschen mit Parkinson zu verbessern.

Auch der Parkinsonpatient der an dem Treffen teilnahm, empfand diese Erfahrung als positiv: "Es war sehr interessant, als Patient teilzunehmen. Ich habe gesehen, wie engagiert die Mitglieder von ParkinsonNet Luxembourg sind und wie sie alle zusammenarbeiten, um dasselbe Ziel zu erreichen. Was sich im Hintergrund abspielt, der Aufwand und das Engagement, sind für einen Patienten nicht immer ersichtbar. Ich hoffe, dass ParkinsonNet Luxembourg das Leben von Menschen mit Parkinson wirklich verbessern wird."

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